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Das Biathlonzentrum Heuberg

Mit dem „Biathlonzentrum Heuberg“ hat der Skiclub Gosheim ein bisher einmaliges Großprojekt realisieren können, das sowohl von der finanziellenTragweite her wie hinsichtlich der Entwicklung des Leistungssports eine ganz neue Herausforderung für den Verein darstellte.

Im Jahre 1987 wurde erstmals die Idee eines Biathlonzentrums diskutiert. Nach längerer Standortsuche wurden die Planungsarbeiten im März 1990 aufgenommen. Eine Schiessanlage mit 15 KK – Schiessständen je 50 m Länge, zugelassen für nationale Wettkämpfe, mit 10 integrierten Luftgewehrstände einschließlich Sicherheitsbauten sowie eine Skirollerstrecke mit einer Länge von ca. 2,2 km mit Skiroller-Spezialbelag und Beleuchtung .

Im August 1990 war die Planung soweit abgeschlossen. Am 13.03.1991 wurde der Bau der Anlage genehmigt. Bei der Finanzierung tauchten jedoch ungeahnte Schwierigkeiten auf. Die ursprünglich (1989) in Aussicht gestellten Zuschüsse von 80% bei 2,5 Mio. DM Baukosten wurden auf 60% bei 1,5 Mio. DM gekürzt. Zudem mußte der SC Gosheim das Biathlonzentrum auch innerhalb des SSV gegen andere Großprojekte behaupten. Erst im Juni 1993 war dann tatsächlich klar, dass das Projekt realisiert werden konnte.

Doch war sich der Verein einig, dass mit dem stark reduzierten Zuschuss die genehmigte Planung nicht mehr zu finanzieren war. Kurz entschlossen wurde die Anlage kleiner geplant. Die Schiessanlage wurde von 15 auf 5 Schiessstände reduziert, die Skirollerstrecke um ca. 0,4 km auf 1,8 km verkürzt, der Spezialbelag gestrichen. Trotz allem mußte die Finanzierung noch ca. 0,5 Mio. DM über Eigenleistung und ca. 0,2 Mio. DM über zusätzliche Geldmittel beschafft werden. Im September 1993 wurde die Baumassnahmen begonnen. Die Bauarbeiten zwischen Baufirmen und „Eigenleistern“ liefen Hand in Hand. Zusätzliche Geldmittel ergaben sich über Patenschaften für die Beleuchtungsmasten, Werbetafeln und von Spendern. Trotz aller Probleme konnte die Anlage termingerecht im September 1994 unter Teilnahme von Uschi Disl (erfolgreichste Deutsche Biathletin) eingeweiht werden – und jeder, der aktive mitgewirkt hatte, konnte zurecht Stolz sein. Wegen des anbrechenden Winters wurde die Flutlichtanlage für die Loipe auf dem Freigelände erst 1995 errichte. Bis Ende 1995 wurden einschließlich der Eigenleistungen ca. 1,8 Mio. DM in das „Jahrhundertprojekt“ des SC Gosheim investiert.

Im Jahre 1996 wurde in der „Ergänzungsmaßnahme Kurve“ zusätzlich über 50.000,- DM verbaut. Bei der „Kurve“ knickt die Rollerstrecke am Ende einer schnellen Abfahrt mit einem sehr engen Radius in Richtung Schiessstand. Alternativen waren bis Ende 1995 nicht möglich. Dann wurde eine Lösung möglich, bei der die Zufahrt zum Parkplatz über einen neu erstellten Waldweg erfolgt. Der Zu- und Abfahrtsverkehr braucht nun nicht mehr über diese Schlüsselstelle geleitet werden, die Kurve selbst konnte als Steilwandkurve ausgebaut werden. Die passive Sicherheit für die Sportler wurde dadurch erhöht. In Gosheim gibt es nun nicht nur eine der anspruchsvollsten, sondern auch eine der sichersten Skirollerstrecken.

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