Für die Langläufer war schon in den fünfziger Jahren der Heuberg Trainingsgelände und so Grundlage für die sich einstellenden großen Erfolge im nordischen Skisport. Es äußerte sich immer deutlicher der Wunsch nach einer festen Bleibe für das Training und die anschließende kameradschaftliche Runde.Die „Sparte Skilauf” des Sportvereins verfügte über keinerlei finanzielle Mittel und kein geeignetes Gelände. Der Bau einer kleinen Blockhütte aus dem Holz des Anlaufturmes der Sprungschanze musste im Jahre 1958 wegen fehlender Baugenehmigung eingestellt werden. Mit großer Begeisterung und viel Idealismus wurde dann 1959 ein neuer Anlauf unternommen. Wilhelm Hermle war bereit, den Bau einer Hütte auf seinem Grundstück, wo die Skihütte heute steht, zu dulden. Mir Feuereifer waren die Helfer über Wochen und Monate jeden Abend zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Baustelle, um die zuständigen Behörden schnellstmöglich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Adolf Nann hatte die Bauleitung übernommen und trieb zur Eile an. Das Baumaterial wurde größtenteils in Gosheim zusammengebettelt, und Spenden der Betriebe und Handwerker ermöglichten den schnellen Baufortschritt.

Im Oktober 1959 stand die Hütte im Rohbau. Voller Stolz präsentierten die Skikameraden das rasch vollendete Werk und am 11. Oktober fand hier ein Bezirkswaldlauf statt. Doch im Sommer 1960 verfügte das Landratsamt den Abbruch des ohne Genehmigung erbauten Vereinsheimes. Mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Eugen Weber und unter Auflagen, verbunden mit einer Geldstrafe von DM 50,-, wurde der Bau nachträglich bewilligt. Im Frühjahr 1960 begann man mit dem recht einfachen Innenausbau. Ein Holzofen, daneben der Spaltklotz, ein alter Schrank, ein paar Tische und Bänke sowie ein altes Sofa waren die Einrichtung. Den Mittelpunkt bildete, ebenso wie noch heute, der Stammtisch, der früher als Dach die Kirchenkanzel zierte. So konnte die Gosheimer Skihütte im September 1960 offiziell eingeweiht werden.

1967 konnte der Skiclub das Grundstück erwerben. Ein Antrag auf Schankerlaubnis wurde zunächst abgelehnt. Um den Anforderungen der Behörden zu entsprechen, wurde ein Erweiterungsbau geplant. Mit Hilfe des Petitionsausschusses des Landtages, den Hans Hermann bemühte, wurde im Frühjahr 1973 die Genehmigung zur Hüttenerweiterung erteilt. Für die Anlage des befestigten Weges zur Skihütte konnte von der Gemeinde ein weiteres Grundstück erworben werden. Ende 1974 wurde dann die Schankerlaubnis und 1976 auch die Wirtschaftserlaubnis erteilt. Nun war der Skiclub am Ziel seiner Wünsche.

Zeit ihres Bestehens bildet unsere Hütte einen Mittelpunkt der Vereins, bei Sportveranstaltungen wie bei zahlreichen geselligen und kameradschaftlichen Festen. Dazu ist sie finanziell Grundlage für die Aufwendungen der vielfachen Sportförderung unserer Vereinsjugend.

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